
Finanzielles
Während eines Jahres muss man, wenn man an der Dialyse ist, Unmengen an Zuzahlungen leisten.
Das wird teuer. Alles was über 1% der jährlichen Bruttoeinnahmen bei chronisch Kranken anfällt (Belastungshöchstbetrag), kann aber von der Krankenkasse zurückerstattet werden. Dazu muss man penibel die gefühlten 326 Quittungen, die im Jahr anfallen, zusammenrechnen und der Krankenkasse zusenden. Die kann dann das zuviel bezahlte Geld zurückerstatten.
Oder aber: Man stellt einen Zuzahlungsbefreiungsantrag. Dafür müssen alle jährlichen Bruttoeinahmen der Familie aufgelistet werden und die Krankenkasse errechnet dann eine maximale finanzielle Belastungsgrenze. Kinder, die im Haushalt wohnen, bekommen einen Freibetrag, so dass sich die Belastungsgrenze etwas reduziert.
Dieser Betrag muss der Krankenkasse für das nächste Jahr im Voraus, also bis Dezember, überwiesen werden, um für die Familienmitglieder (oder als Single) die Zuzahlungsbefreiungskarten für das neue Jahr, die bei allen Arztbesuchen, Apotheken, Krankenhäusern, Behandlungen und Therapien sowie beim Taxiunternehmen vorgezeigt werden müssen, zu bekommen.
Die Vorauszahlungs- Beträge können so zwischen 100- 800 Euro liegen, das ist natürlich von den Einnahmen abhängig.
Da sagt man sich: Was denn, soviel Geld, und das im Dezember? Aber:
Tipp Wenn man chronisch krank ist, fallen Zuzahlungen für sehr viele Medikamente und jährliche Kosten an, schon die Taxikosten des Jahres sind enorm. So sollte man alles einmal zusammenrechnen, auch mögliche Krankenhausaufenthalte mit einbeziehen. Und dann merkt man, dass es meistens einfacher und besser ist, diese Zuzahlungskarte zu haben. Sie schont die Nerven.
Denn: Wenn die im Jahr angefallenen Kosten viel höher liegen, hat man mit der Befreiungskarte natürlich weniger Stress, wegen des Quittungen- Sammelns. Dazu bekommt man nicht ständig Rechnungen und muss nicht das zu viel gezahlte Geld vorerst verauslagen.